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Pilgerwege

Mit den Füßen beten

Pilgern hat Tradition, seit Jahrhunderten folgen Menschen aller Religionen und Kulturen in allen Teilen der Welt Pilgerpfaden. Unterdessen hat sich das Pilgern auch hierzulande wieder zu einem Trend entwickelt.

Dahinter steht die uralte Sehnsucht des Menschen, aufzubrechen aus dem Alltagstrott, Bekanntes hinter sich zu lassen, um über Umwege an ein Ziel zu gelangen und auf diesem Weg Körper, Seele und Geist Gutes zu tun. Von dieser Sehnsucht getragen begeben sich Menschen auf eine Pilgerreise. Viele gehen den Jakobsweg, aber längst erfreuen sich auch andere traditionelle Wege oder individuell geplante Pfade großer Beliebtheit: Lutherweg und Elisabethpfad, Bonifatius-, Franken und Ökumenischer Pilgerweg, der Pilgerweg Loccum-Volkenroda, "Pilgern im Pott" und viele andere mehr. Unterwegs bieten Kirchengemeinden und Klöster Möglichkeiten der Übernachtung an. Vielerorts gibt es ehrenamtliche Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter. Sie führen zu den inspirierenden Orten, gestalten Tagzeitengebete und leiten an zu einem "geistlichen Wandern".

Nach evangelischem Verständnis geht es beim Pilgern nicht um eine religiöse Leistung, sondern um ein Wandern mit Gott auf den Spuren der Mütter und Väter im Glauben. Zugleich bringt diese Wiederentdeckung der Füße im mobilen 21. Jahrhundert eine intensive ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck. Denn die Pilgerwege verbinden Ortsgemeinden, Kirchen, Kommunitäten, Herbergen und Hotels. Pilgerinnen und Pilger bauen Brücken zwischen Ost und West, zwischen den Generationen und den Konfessionen.

Wissenswert

Es wird geschätzt, dass sich jährlich weltweit 190 Millionen Menschen auf eine Pilgerreise begeben.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 23. Januar 2018 14:51