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Messeseelsorge

Ruhepunkt im Messetrubel

Messe, das heißt: großflächige Hallen, tausende Aussteller aus hunderten Ländern. Aufbau, Abbau, Gespräche, Geräuschkulisse, Informationen. Mitarbeiter stehen von 10 bis 18 Uhr am Stand, z.T. in verbrauchter Luft unter grellem Licht. Nach dem Feierabend wartet auf sie ein Hotelzimmer. Oft ziehen sie von einer Messestadt in eine andere. Leben aus dem Koffer. Die fehlende Familie, die permanente Präsentationshaltung, der ökonomische Druck bedeuten eine hohe Belastung.

Messeseelsorge wendet sich zunächst an die Angestellten einer Messe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aussteller. Mit Gottesdiensten, dem Angebot von Gesprächen und einem für alle offenen Raum der Stille wird mitten im geschäftigen Messealltag ein Gegengewicht geschaffen. Viel ist dazu nicht nötig: ein Tisch, ein Kreuz, zwei brennende Kerzen. Und der Seelsorger, die Seelsorgerin mit einem offenen Ohr, einem Rat, einem Hilfsangebot.

Manches Mal gehören auch Notfälle zu den Aufgabengebieten der Messeseelsorge: Physischer oder psychischer Zusammenbruch, die Nachricht eines Todesfalles - da sind die Mitarbeiter der Messe froh, wenn der Seelsorger hilft.

Diesen besonderen kirchlichen Dienst gibt es an fast allen großen Messestandorten, so z.B. in Berlin, Hannover, Stuttgart. In der Regel geschieht er in ökumenischer Verbundenheit.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 11. September 2018 10:39